Kurt Eschke

Schule als Ausweg

Vom Dreherlehrling an der Berufsschule Grüntaler Straße zu ihrem Direktorstellvertreter. 1920-1968. Mit einer schulhistorischen Notiz von Klaus Wiese.
(= Berliner Schuljahre. Erinnerungen und Berichte, Heft 2. Herausgegeben von Klaus Wiese und Ilona Zeuch).

1992
geheftet, Schutzumschlag, 55 Seiten, 16 Abbildungen, 24,5 x 17 cm.

Preis: (D) Euro 6,80
ISBN 978-3-925961-07-6
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Abstract

"Eines Tages kam der Chef zu mir und sagte, wir haben keine Aufträge mehr. Tut mir leid, aber sie sind ein junger Mann... Am 30. September 1930 war ich wieder arbeitslos. Was sollte ich machen als Ingenieur ohne Stellung? Ich ging zu meinem alten Berufsschullehrer... Der wies mich auf den Kurs zur Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung am Berufspädagogischen Instituts hin..." (Kurt Eschke)

"Der Dreherlehrling Kurt Eschke war seit 1921 Schüler einer der ersten Berliner Aufbauklassen. Trotz dieses neuen Bildungsangebotes blieb es für ein Arbeiterkind mühsam, die mit der Volksschulbildung verbundenen Beschränkungen zu überwinden. Die entscheidende Möglichkeit dazu bot dem Vierzehnjährigen die Berufsschule in der Grüntaler Straße." (Klaus Wiese)

Klappentext

Fast ein Dreivierteljahrhundert liegt Kurt Eschkes erster Schultag an der Berufsschule in der Grüntaler Straße zurück, und ein Vierteljahrhundert ist vergangen, seit er als Direktorstellvertreter eben dieser Schule pensioniert wurde. Für ein Berliner Arbeiterkind des Geburtsjahrganges 1906 ist das eine ungewöhnliche Karriere, die auch die Frage aufwirft, welche schulhistorischen Umstände sie ermöglichten.

Kurt Eschkes Bildungs- und Lebensweg ist eng mit der Entwicklung der Berliner Berufsschule verbunden. Ohne ihre 1921 neu eingerichtete "Aufbauklasse" hätte er womöglich seinen Wunschberuf Ingenieur nicht ergreifen können, denn das Studium an einer höheren technischen Fachschule setzte seinerzeit mindestens die Obersekundareife voraus, die nur an einer allgemeinbildenden höheren Schule zu erlangen war.

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