Knut Hickethier

Die Insel

Jugend auf der Schulfarm Insel Scharfenberg 1958-1965. 1958-1965. Mit einer schulhistorischen Notiz von Gerd Radde.
(= Berliner Schuljahre. Erinnerungen und Berichte, Hg. von Klaus Wiese und Ilona Zeuch, Heft 1)

1991
geheftet, Schutzumschl., 39 Seiten, 10 Abb., 24,5 x 17 cm

Preis: (D) Euro 8,60
ISBN 978-3-925961-03-8
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Abstract

Die Schule auf der Insel Scharfenberg im Tegeler See wurde im Frühjahr 1922 im Zuge der Berliner Schulreform nach dem Ersten Weltkrieg auf Initiative des Gymnasialpädagogen Wilhelm Blume (1884-1970) gegründet. Lebhaften Beistand leistete dabei der Berliner Oberstadtschulrat Wilhelm Paulsen (1875-1943), der die "Versuchsschule" ohne festgelegtes Konzept und Rückgriff auf ein bestimmtes programmatisches Vorbild ermöglichte. Die Schule sollte Blume zufolge dem "meist einseitigen Intellektualismus", der an den höheren Schulen vorherrschte, durch die pädagogische Wirkkraft der Kunst im literarischen, musikalischen und bildnerisch-gestalterischen Bereich begegnen und durch Feld-, Garten- und Werkstättenunterricht ein Gegengewicht schaffen. Ihr wissenschaftlicher Unterricht wollte sich mehr auf die "inneren Bedürfnisse" der Schüler einstellen, sollte inhaltlich mit ihnen gemeinsam bestimmt werden - im Rahmen der amtlichen Richtlinien. Hickethiers Bericht beschreibt lebendig seine Schuljahre dort von 1958 bis zum Abitur 1965.

Klappentext

"Aufs Ganze gesehen, hat die 2922 gegründete Schulfarm Insel Scharfenberg in der Berliner Schulgeschichte bleibende Spuren hinterlassen - durch ihren reformentschlossenen Unterricht und als Experiment demokratischer Erziehung in der Schule überhaupt." (Gerd Radde)

"Irgendwo im Tegeler Forst lag diese merkwürdige Schule... Hier waren wir, 1945 und später geboren, der erste wirkliche Nachkriegsjahrgang... Ein schwerer Kahn fuhr uns über das Wasser, jemand brachte uns einen endlosen Weg entlang in ein kleines Schulgebäude und dort in ein Klassenzimmer..." (Knut Hickethier)

 

Inhalt / Leseprobe