Gabriela Donat

Hunde machen Leute - oder:
Personality by dogs!

Über Mediation und Coaching mit Hund

Die Autorin erläutert wie ihre Coachings und Mediationen ablaufen und warum diese Methode zielführend ist. Die Themen und der Einstieg in diese spezielle Coachingform zum Beispiel unterscheiden sich nicht von den üblichen Coachings. Originalbeitrag (= Edition MM, Hg.: Julia Wiese und Matthias Schütz/Mediativer Mittwoch, Heft 2).

2015
geheftet, 16 Seiten, 1 Abb., 21 x 14,5 cm.

Preis: (D) Euro 8,00
(zzgl. EUR 2,00 Versandkostenbeitrag)
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Leseprobe / Autorin

 
Leseprobe
 
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Die Wirkung des Hundes im Coaching und in der Mediation

Ein Hund lockert die gesamte Atmosphäre im Raum. Konfliktparteien verhalten sich anders, wenn ein Vierbeiner anwesend ist – er nimmt ihnen ihre Befangenheit. Das wirkt sich unter anderem deutlich positiv auf das allgemeine Kommuni­ka­tions­ver­halten aus. Die Parteien sind weniger aggressiv, werden seltener laut, sprechen über oder sogar mit dem Hund und kommunizieren letztendlich auch schneller mit­einander.

Darüber hinaus können zerstrittene Parteien den Hund nutzen, um zum Beispiel einen Sachverhalt zu verdeutlichen. Mit dem Hund an der Seite wagt sich mancher, etwas zu benennen, was er ohne ihn nicht ansprechen würde. Der Hund gibt Sta­bilität und macht Mut – ganz einfach, weil er anwesend ist.

Läuft es gut, finden zerstrittene Parteien über den „Mittler“ Hund wieder zuein­an­der und entdecken oftmals längst verloren gegangene Gemeinsamkeiten.

Kippt jedoch eine Situation, reagiert der Hund spontan und unmittelbar und hilft durch seine klare Körpersprache, die Situation nicht eskalieren zu lassen. Über sein Verhalten macht er den handelnden Personen bewusst, welche Richtung die Aus­ein­andersetzung genommen hat, wie laut ihre Sprache geworden ist und wie sie sich zueinander verhalten. Der Hund hält ihnen sozusagen „den Spiegel vor“ und bildet ihre eigenen Reaktionen ab.

Führen aus der Sicht des Hundes

Führung aus der Sicht des Hundes bedeutet, das Geschehen aus dem Blickwinkel einer stabilen und nicht ständigen und permanenten Dominanz zu beobachten und einzuordnen. Dies gilt auch für das adäquate Handeln einer Führungskraft.

Stabile Dominanz bei Führungskräften bedeutet, auf der Grundlage von Souve­rä­ni­tät und Authentizität zu agieren. Nur wer selbst souverän und selbstbestimmt lebt, kann gegenüber seinen Mitmenschen beziehungsweise Mitarbeitern entsprechend handeln, lässt andere neben sich existieren, geht großzügig mit Fehlern um, über­trägt Ver­antwortung auf andere und lässt sie Entscheidungen treffen.

Ständige und permanente Dominanz kennzeichnet dagegen Führungspersonen, die eher ängstlich und unsicher sind. Es sind zumeist Menschen, die Macht ausüben wol­len und nicht bereit sind, sie aus der Hand zu geben, die weder Vertrauen in die Kompetenz der anderen haben noch ihnen etwas zutrauen. Ihr Führungsverhalten baut auf den ständigen Gehorsam ihrer Mitarbeiter, das heißt, sie führen mit Angst. Das ist auf Dauer weder erfolgreich noch lässt es sich gut damit leben.

Menschen neigen dazu, neben der intuitiven Wahrnehmung Dinge und Gegeben­heiten durch einen Wahrnehmungsfilter zu betrachten (interpretative Wahrneh­mung). Sie sehen, was sie sehen wollen!

Hunde können das nicht. Ihre Wahrnehmung ist sensorisch definiert, ist sinnes­spe­zifisch. Und sie können noch etwas anderes nicht – sie können sich nicht verstellen! Men­schen greifen in der Kommunikation oft zum Mittel der Verstellung und setzen ein „Pokerface“ auf, wenn sie etwas erreichen wollen. Das ist Hunden nicht mög­lich. Sie sind kongruent, echt, authentisch – Eigenschaften, die für eine erfolgreiche Führungskraft unabdingbar sind. (...)

Die Autorin

Gabriela Donat, Coach, virtueller Coach, Mediatorin, psy­cho­­­lo­gische Beraterin, Unternehmensberaterin und Traine­rin für kre­a­tive Kommunikation und Kundenbindung. Dank ihrer verschie­denen Tätigkeiten in leitenden Funktionen in Groß­­­­un­ternehmen und im Mittelmanagement (vom Ver­triebs­­ma­nagement und Marketing bis hin zur Ges­chäfts­füh­rung) ver­fügt sie über einen großen Erfahrungsschatz, den sie seit mehr als 15 Jahren dafür nutzt, Unternehmen erfolg­reich am Markt zu platzie­ren.